Manfred Portmann, directeur et membre de la direction générale chez Hunkeler Partner Architekten AG à Schenkon, attache une grande importance à l’équilibre des aspects esthétiques et économiques de chaque projet. Sur cette voie fructueuse, il ne mise non seulement sur le travail d’équipe lors du brainstorming, mais il profite aussi de sa longue expérience pratique sur les chantiers de construction. (Interview en allemand).

« Es sind weniger die Materialien an sich, als vielmehr die modernen Technologien, welche die Architektur verändert haben. »

Herr Portmann, durch welche Einflüsse wurden Sie auf Ihrem beruflichen Weg geformt?

Von Bedeutung war sicherlich, dass ich alle meine Ausbildungs- und Studienabschlüsse berufsbegleitend gemacht, also auch während des Studiums zum Hochschulabschluss immer auch praktisch gearbeitet habe. Davon habe ich sehr profitiert und konnte das theoretisch Erlernte direkt in der Praxis anwenden. Dabei merkt man immer wieder, dass Theorie und Praxis nicht unbedingt dasselbe sind. Das gibt einen guten Mix von theoretischem Background und der Erkenntnis, was in der Praxis dabei heraus kommt. Diese Erfahrung hat mich stark geprägt.

Mein erster Beruf war Bauschreiner, was mein konzeptionelles Denken in Bezug auf die Umsetzung auf handwerklicher Seite beeinflusst hat. Während meiner Lehrjahre war ich so oft auf Baustellen tätig, dass ich mich bald auch fürs Hochbauzeichnen und für die Koordination aller beteiligten Handwerker, also die Bauleitung, interessiert habe. Noch während der Ausbildung zum Hochbauzeichner habe ich beschlossen, berufsbegleitend dazu Architektur zu studieren, um den ständigen Bezug von Theorie und Praxis zu wahren.

Ich mache mir automatisch immer Gedanken darüber, ob und wie etwas handwerklich umsetzbar ist für die ausführenden Unternehmen und berücksichtige dies von Anfang an in der Planung. Wenn nötig, kann ich einem Handwerker auch selbst noch den einen oder anderen Trick zeigen, wie etwas besonders Kniffliges realisiert werden könnte.

Welchen Einfluss haben aus Ihrer Sicht neuartige Materialien und Technologien auf die Architektur?

Da stellt sich zunächst die Frage: Gibt es denn überhaupt neue Materialien? Wir kennen gar nicht so viele, wirklich neue Materialien, allerdings können wir Bekanntes uminterpretieren und auf innovative Weise zum Einsatz bringen. Bis auf wenige Ausnahmen, wie z. B. Glasfaser, arbeiten wir noch immer mit denselben Materialien. Zum Beispiel Edelstahl ist und bleibt Edelstahl, aber wir können ihm heute ganz neue Formen und Oberflächen verleihen und das eröffnet natürlich vielfältige Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten. Insofern sind es weniger die Materialien an sich, als vielmehr die modernen Technologien, welche die Architektur verändert haben. Die grösste Entwicklung hat sich sicherlich im Bereich der Digitalisierung vollzogen und mit den damit verbundenen Steuerungsmöglichkeiten, z. B. für die Elektrotechnik, Beleuchtungskonzepte, etc. Ebenso profitieren wir von enormen Fortschritten in Bezug auf Effizienz und Nachhaltigkeit, wie z.B. beim Energie- und Wasserverbrauch, auch wenn diese Verbesserungen nicht auf den ersten Blick sichtbar sind.

Wo sehen Sie die Rolle des Architekten in der Gesellschaft?

Früher war der Architekt zugleich auch der Baumeister, Zimmermann und noch für so manches Handwerk selber verantwortlich. Aufgrund der grossen Komplexität der heutigen Gegebenheiten ist dies inzwischen mehrheitlich nicht mehr möglich. Der Architekt trägt vor allem die Aufgabe des konzeptionellen Vordenkers im ganzheitlichen Sinne. Die Planung muss alle Zusammenhänge berücksichtigen und sich dabei in einem realistischen Budget bewegen.

« Wir präsentieren dem Kunden ausgereifte Ideen und eine konkrete, überschaubare Vorauswahl und erleichtern ihm so die Entscheidung. »

Woran messen Sie selbst Ihren Erfolg?

Im Büro Hunkeler Partner setzen wir auf Architektur, die die Menschen anspricht, die dem vorgegebenen Budget entspricht und bei der die Qualität stimmt. Diese drei Aspekte in Einklang zu bringen, das ist der Weg zum Erfolg.

Der Kunde ist König. Wie gehen Sie mit besonders eigenwilligen Kundenwünschen um?

Dieser Problematik wirken wir schon im Vorfeld entgegen, indem wir immer einen Schritt voraus sind. Als Architekt übernehme ich das Zepter, indem ich dem Kunden gute Vorschläge unterbreite, sei es für den Grundriss eines Gebäudes oder für den Innenausbau, z. B. im sanitären Bereich. Wir präsentieren dem Kunden ausgereifte Ideen und eine konkrete, überschaubare Vorauswahl und erleichtern ihm so die Entscheidung. Gutes Vordenken und entsprechendes Zeitmanagement sind dafür unabdingbar.

Welches Projekt bedeutete für Sie bisher die grösste Herausforderung?

Jedes Projekt stellt seine ganz eigenen Herausforderungen, unabhängig von der Grösse des Projekts, sondern vielmehr von der ganzen Organisation. So verlangt ein individuelles Einfamilienhauses oftmals genauso viel konzeptionelle Arbeit wie eine grosse Überbauung mit vielen Wohneinheiten.

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit?

Wir haben viele Eisen im Feuer, die ich hier gar nicht alle aufzählen möchte. Einer der Schwerpunkte liegt sicherlich auf dem Wohnungsbau, dabei handelt es sich etwa zu gleichen Teilen um Miet- und um Eigentumswohnungen. Daneben realisieren wir ein paar stattliche Einfamilienhäuser und die Doppelturnhalle, für die auch die SANIMAT AG Sursee Produkte liefert, sowie ein Hotel und einige Gewerbe- und Industriebauten. Somit haben wir eine schöne Diversifizierung der Objekte, wir sind also sowohl im Wohnungs-, aber auch im Industrie- und Gewerbebau und bei öffentlichen Bauten tätig. Diese Abwechslung macht die Arbeit auch für unsere Mitarbeiter sehr interessant und erweitert den Horizont.

« Jedem Objekt geben wir seinen ganz eigenen Charakter, wir kopieren uns nicht einfach selbst. »

Was haben die von Ihnen realisierten Werke, neben der ausgesprochen geradlinigen Formensprache, gemeinsam?

Gerade die Materialisierung unterliegt gewissen Modebewegungen. Beispielsweise bei den Farben gehen diese Trends mal eher in die warmen, mal mehr in die kühlen Nuancen. Für die von uns konzipierten Objekte gilt zusammenfassend aber, dass wir in Bezug auf die Materialisierung einer erkennbaren Grundrichtung folgen. Wir haben schon immer viel mit Naturholz gearbeitet, sowohl bei den Fenstern als auch im Innenbereich, insbesondere mit einheimischen Hölzern wie Eiche oder Tanne. Jedem Objekt geben wir seinen ganz eigenen Charakter, wir kopieren uns nicht einfach selbst. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Formensprache wie auch für die Materialisierung.

Wo finden Sie Ihre persönliche Quelle der Inspiration?

Bei uns wird Teamarbeit sehr gross geschrieben. Nicht erst in der Ausführung, schon in der Planungsphase wird viel im Team diskutiert, man tauscht sich aus und sucht gemeinsam nach Ideen. Gerade wenn es darum geht, ein architektonisch etwas ausgefalleneres Objekt zu konzipieren, was schliesslich gutes Marketing für unser Büro bedeutet, dann investieren wir gerne unsere Zeit in kreative Teamarbeit.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Partner bei der Realisierung eines Projektes aus?

Wir setzen auf langjährige Partnerschaften, bei denen Qualität und Preis-Leistungsverhältnis stimmen, und wo wir uns darauf verlassen können, dass auch in besonderen Situationen die Zusammenarbeit funktioniert. Sei es bei aussergewöhnlichen Aufträgen oder wenn etwas mal besonders rasch geliefert werden muss. Natürlich werden wir dabei immer auch verschiedene Firmen berücksichtigen, aber im Grossen und Ganzen arbeiten wir vor allem mit langjährigen, bewährten Partnern. Da weiss man einfach, was man hat. Und wir legen grundsätzlich grossen Wert auf regionale Unternehmen aus dem näheren Umfeld einer Baustelle.

Wie viel Architektur braucht der Mensch? Wo liegen im Zweifelsfall Ihre Prioritäten, bei der Ästhetik eines Bauwerks oder bei der Ökonomie?

Wichtig ist ja, ein ausgewogenes Verhältnis von Ästhetik und Ökonomie zu schaffen. Es ist nicht immer und überall dasselbe gefragt. Wir müssen also die richtige Mischung von Ästhetik, Ökonomie und Qualität finden, nach der ein Projekt verlangt. Das heisst nicht, dass etwas Günstiges nicht auch schön sein kann. So suchen und finden wir immer passende Lösungen, um jedem Objekt seinen individuellen Mehrwert zu verleihen. 


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